LG3A

Wohn-und Geschäftshaus snarq architekten

  • Ort: Halle (Saale)
  • Bauherr: Privat
  • Programm: Wohnungsbau / Gewerbe
  • Status : Entwurf Oktober 2012 / Fertigstellung Oktober 2013
  • Team : Nina Nolting, Sebastian Sasse, Hendrik Schmidt, Marvin Kracheel. Architekturfotografie: Steffen Spitzner

In einer innerstädtischen Baulücke in der Leitergasse 3A ist das von snarq geplante und ausgeführte Wohn- und Geschäftshaus mit zwei Wohn- und einer Büroeinheit entstanden. In den Büroräume imErdgeschoß und Souterrain befindet sich unser Architekturbüro.

Die Gewerbefläche öffnet sich mit ihrer raumhohen Verglasung zum Platz und zum Hof. Den darüber liegenden Wohnungen liegt ein offenes Raumkonzept zugrunde, welches sowohl Durchblicke zum begrünten Innenhof als auch zum Platz ermöglicht. Ein raumteilender Funktionsblock, der als Versorgungskern in jede Ebene gestellt wird, wird für Küchen und Bäder genutzt.

Die Materialien beschränken sich auf einige wenige: eine schwarze Putzfassade mit raumhoher Verglasung im Erdgeschoß und auf der gesamten Hofseite und Fensterbändern in den Wohngeschossen der oberen Etagen zum Platz. Das Treppenhaus wird mit Streckmetall bekleidet. Im Inneren bleiben die Decken betonsichtig, die Böden erhalten einen Sichtestrich, die Wände und Einbaumöbel werden schwarz oder weiß behandelt, die Wände im Büro teils betonsichtig belassen. Die Balkone und die Dachterrasse werden mit silbrig grauem Lärchenholz belegt. Die Brüstungen der Balkone werden mit einem filigranen Metallgewebe versehen. Die Qualität des innerstädtischen Wohnens eines Stadthauses wird durch einen Dachgarten erweitert. Der Platz wird durch die Schliessung der Baulücke neu belebt, der Vorbereich neu gestaltet und begrünt. Das Haus ist für eine flexible Nutzung konzipiert, welche sich den sich im Lebenszyklus ändernden Wohnbedürfnissen anpassen kann. Ein Mehrgenerationenhaus, dessen Wohnebenen autark funktionieren oder sich zusammenschalten lassen, so dass alternativ drei 2-Raum-Wohnungen, eine 4-Raum und eine 2-Raumwohnung oder eine 6-Raum-Wohnung entstehen kann. Auch die Nutzung aller Ebenen als Bürohaus wäre denkbar. Die Möglichkeit einen Aufzug nachzurüsten ist gegeben, um so auch altengerechtes Wohnen in der Stadt zu ermöglichen.

Das Wohn-und Geschäftshaus wurde für den ecola- award und den Hannes- Meyer-Preis 2015 nominiert. Unser Ausstellungsbeitrag zum Hannes- Meyer- Preis 2015 ist vom 16.September bis 13. Oktober 2015 im Kunstmuseum Moritzburg zu sehen.

 

 

 

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